Chemikalien: EG-Verordnung über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)

Vollzitat: Verordnung(EG) Nr. 1907/2006 des europäischen Parlaments und des Rates zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 793/93 des Rates, der Verordnung (EG) Nr. 1488/94 der Kommission, der Richtlinie 76/769/EWG des Rates sowie der Richtlinien 91/155/EWG, 93/67/EWG, 93/105/EG und 2000/21/EG der Kommission vom 18. Dezember 2006, zuletzt geändert durch
Verordnung (EU) 2016/26 vom 13. Januar 2016

Hinweis: EUR-Lex bietet für europäische Vorschriften nicht immer die aktuell geltende Fassung, sondern häufig nur den Originaltext. Änderungen und eine eventuell vorhandene konsolidierte Fassung finden Sie ggf. unter „Aktuelle Änderungen“.

Was wird geregelt?

REACH regelt die Anmeldung (Registrierung), Bewertung (Evaluierung) und Zulassung (Autorisierung) von Chemikalien. Zukünftig dürfen nur noch Stoffe in Verkehr gebracht werden, zu denen ausreichende Stoff- und Expositionsbewertungen vorliegen, die sich in Art und Umfang nach der Jährlichen jeweiligen Produktions- bzw. Import-Menge richten. Wird mindestens eine Tonne pro Jahr eines Stoffes (als solchem oder in einer Zubereitung) von einem Unternehmen produziert oder in die EU importiert werden, so muß er nach REACH registriert werden - sofern keine Ausnahmen (wie z.B. Stoffe der Anhänge IV, V sowie für Biozide). Vollständig neu geregelt ist der Umgang mit Substanzen, die vor September 1981 auf den Markt gekommen sind, den sog. Altstoffen.
Für die Verwendung besonders besorgniserregender Stoffe (Liste im Anhang XIV) ist eine Zulassung erforderlich, sobald die in diesem Anhang angegebene Ablauffrist verstrichen ist.
Bereits der Eintrag eines Stoffes in die Kandidatenliste für diesen Anhang XIV begründet Informations-Pflichten der Lieferanten von Erzeugnissen, in denen der Stoff mit mehr als 0,1 Gew.-% enthalten ist (REACH, Artikel 33): Sie müssen ihren gewerblichen Kunden zumindest den Namen des Kandidaten-Stoffes nennen und genügend Informationen liefern, um einen sicheren Umgang zu gewährleisten. Auf Nachfrage müssen sie auch Verbraucher innerhalb von 45 Tagen informieren.
Bestimmte Stoffe (Tabelle in Anhang XVII) dürfen nur noch eingeschränkt verwendet werden.

Für wen gilt die Regelung?

Die Regelung gilt für Hersteller und Importeure, die einen Stoff in einer Menge von einer Tonne pro Jahr oder mehr herstellen oder einführen.
Nachgeschaltete Anwender, d.h. Anwender, die Stoffe von Herstellern oder Importeuren in der EU beziehen und verwenden, müssen Beschränkungen und Verbote einhalten sowie ggf. Zulassungspflichten erfüllen. Außerdem sind sie insbesondere zur Kommunikation in der Lieferkette verpflichtet.
Lieferanten von Erzeugnissen, in denen ein Stoff der Kandidatenliste für Anhang XIV (zulassungspflichtige Stoffe) in einer Konzentration von mehr als 0,1 Gew.-% enthalten ist, müssen ihre Kunden informieren.

Wer ist zuständig?

Registrierungsunterlagen, Notifizierungen (Meldungen) sowie Anträge auf Zulassung von Stoffen sind bei der europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) vorzulegen.
Für die Dossierbewertung ist diese Agentur zuständig.
Die Stoffbewertungen werden von den zuständigen Behörden der Mitgliedsstaaten durchgeführt.
Für die Überwachung der Durchführung der Verordnung sind in Bayern die Gewerbeaufsichtsämter an den Regierungen zuständig.

Aktuelle Änderungen

Konsolidierte Fassungen

Die konsolidierten nicht rechtsverbindlichen Lesefassungen zu den Änderungen der Verordnung können dem nachfolgenden Link entnommen werden.

Änderung vom 31. Mai 2016 durch Verordnung 2016/863/EU

Diese Verordnung ändert die Anhänge VII und VIII hinsichtlich der Informationsanforderungen bezüglich der Ätzwirkung auf die Haut / Hautreizung, schwere Augenschädigung / Augenreizung und akute Toxizität. In Anhang VII Nummern 8.1. und 8.2. werden als Standarddatenanforderung in-vitro-Prüfungen vorgeschrieben und Bedingungen festgelegt, unter denen eine in-vivo-Prüfung auf Ätzwirkung auf die Haut / Hautreizung und schwere Augenschädigung / Augenreizung weiterhin erforderlich ist. Anhang VIII Nummer 8.5. ermöglicht nun einen Verzicht auf die dermale Prüfung von Stoffen, die oral nicht toxisch sind und keine spezifische Zielorgantoxizität bei einmaliger Exposition aufweisen.

Änderung vom 16. Februar 2016 durch Verordnung 2016/217/EU

Diese Verordnung ändert den Eintrag Nr. 23 "Cadmium und seine Verbindungen" des Anhangs XVII (Beschränkungen) im Hinblick auf zulässige Konzentrationen in Anstrichfarben und Lacken. Ziel ist es, diese Beschränkung einfacher durchsetzbar zu machen.

Änderung vom 13. Januar 2016 durch Verordnung 2015/26/EU

Diese Verordnung ändert den Anhang XVII (Beschränkungen) im Hinblick auf Nonylphenolethoxylate (NPE), die ab dem 3. Februar 2021 nicht mehr in Konzentrationen von ≥ 0,01 Gew.-% in Textilerzeugnissen oder von Teilen davon nicht in Verkehr gebracht werden dürfen.

Änderung vom 22. April 2015 durch Verordnung 2015/628/EU

Diese Verordnung ändert den Anhang XVII (Beschränkungen) im Hinblick auf Blei-haltige Gegenstände, die von kleinen Kindern in den Mund genommen werden können.

Änderung vom 20. Februar 2015 durch Verordnung 2015/282/EU

Diese Verordnung ändert die Daten-Anforderungen bei der Registrierung von Stoffen in den Anhängen VIII, IX und X. Damit wird die erweiterte Eingenerationen-Prüfung auf Reproduktionstoxizität (EOGRTS) gemäß der OECD-Testrichtlinie 443 die bevorzugte Testmethode gegenüber der früher vorgeschriebenen Zweigenerationen-Prüfung. Die Züchtung und Bewertung einer zweiten Filialgeneration (F2) und die Prüfung auf Entwicklungsneurotoxizität (DNT) und Entwicklungsimmunotoxizität (DIT) sind eigene und unabhängige Module der neuen EOGRTS. In bestimmten Fällen sollten der Registrant vorschlagen und die Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) verlangen können, dass die Prüfung auch die F2-Generation sowie die DNT- und DIT-Kohorten umfasst.

Änderung vom 14. August 2014 durch Verordnung 895/2014/EU

Diese Verordnung ändert den REACH-Anhang XIV.
Damit werden folgende Stoffe ab dem in diesem Anhang gelisteten Ablauftermin zulassungspflichtig:
  • Formaldehyd, oligomeres Reaktionsprodukt mit Anilin (technisches MDA)
  • Arsensäure
  • Bis(2-methoxyethyl)ether (Diglyme)
  • 1,2-Dichlorethan (EDC)
  • 2,2′-Dichlor-4,4′-methylendianilin (MOCA)
  • Dichromtris(chromat)
  • Strontiumchromat
  • Zink-Kalium-Chromat
  • Pentazinkchromatoctahydroxid
Der REACH-Anhang XIV enthält somit 31 Stoffe.

Änderung vom 8. Mai 2014 durch Verordnung 474/2014/EU

Dem Anhang XVII (Beschränkungen) wird der Eintrag Nr. 64 hinzugefügt. Danach darf 1,4-Dichlorbenzol als Stoff oder Bestandteil von Gemischen in einer Konzentration von 1 Gewichtsprozent oder mehr nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden, wenn der Stoff oder das Gemisch zur Verwendung als Lufterfrischer oder Deodorant in Toiletten, Privathaushalten, Büros oder anderen öffentlich zugänglichen Innenräumen in Verkehr gebracht oder als solche verwendet wird.
Diese Beschränkung gilt ab dem 1. Juni 2014.

Änderung vom 27. März 2014 durch Verordnung 317/2014/EU

Im Anhang XVII (Beschränkungen) wird in den Einträgen 28 bis 30 der Verkauf jener Stoffe an die breite Öffentlichkeit untersagt, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend der Kategorien 1A oder 1B eingestuft sind, beziehungsweise der Verkauf jener Gemische, in denen solche Stoffe in einer Konzentration, die die festgelegten Konzentrationsgrenzwerte übersteigt, enthalten sind. Die betreffenden Stoffe sind in Anhang XVII Anlagen 1 bis 6 aufgeführt. Durch Änderungen der Verordnung 1272/2008/EG (CLP) wurden mehrere Stoffe neu als krebserregend, mutagen oder fortpflanzungsgefährdend harmonisiert eingestuft. Diese Stoffe werden konsequenterweise in die Anlagen 1, 2, 4 und 6 eingetragen.
Die Eintragungen werden stufenweise wirksam ab dem 1. April 2014 bzw. ab dem 1. Januar 2015 bzw. ab dem 1. April 2016.

Änderung vom 25. März 2014 durch Verordnung 301/2014/EU

Im Anhang XVII (Beschränkungen) wird der Eintrag Nr. 47 über Chrom-VI-Verbindungen ergänzt um Vorschriften für Ledererzeugnisse oder Erzeugnisse, welche Lederteile enthalten, die mit der Haut in Berührung kommen. Diese dürfen nicht in Verkehr gebracht werden, wenn sie einen Chrom(VI)-Gehalt von 3 mg/kg (0,0003 Gewichtsprozent) oder mehr des gesamten Trockengewichts des Leders aufweisen.
Dieses Verbot des Inverkehrbringens gilt ab dem 1. Mai 2014, jedoch nicht für gebrauchte Erzeugnisse, die vor diesem Datum bereits in den Endverbrauch gelangt sind.

Änderung vom 6. Dezember 2013 durch Verordnung 1272/2013/EU

Grenzwerte werden festgesetzt für Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Verbraucherprodukten, die mit der menschlichen Haut oder der Mundhöhle in Kontakt kommen, sowie in Spielzeug. Ab dem 27. Dezember 2015 dürfen neu in Verkehr gebrachte Verbraucherprodukte nicht mehr als 1 mg/kg PAK
(Achtung: Die deutsche Fassung der Änderungsverordnung enthält einen Druckfehler)
und Spielzeug nicht mehr als 0,5 mg/kg folgender PAK enthalten:

a) Benzo(a)pyren (BaP), CAS-Nr. 50-32-8
b) Benzo(e)pyren (BeP), CAS-Nr. 192-97-2
c) Benzo(a)anthracen (BaA), CAS-Nr. 56-55-3
d) Chrysen (CHR), CAS-Nr. 218-01-9
e) Benzo(b)fluoranthen (BbFA), CAS-Nr. 205-99-2
f) Benzo(j)fluoranthen (BjFA), CAS-Nr. 205-82-3
g) Benzo(k)fluoranthen (BkFA), CAS-Nr. 207-08-9
h) Dibenzo(a,h)anthracen (DBAhA), CAS-Nr. 53-70-3

Änderung vom 17. April 2013 durch Verordnung 348/2013/EU

Diese Verordnung ändert den REACH-Anhang XIV.
Damit werden folgende Stoffe zulassungspflichtig:
  • Trichlorethylen,
  • Chromtrioxid,
  • Säuren, die sich aus Chromtrioxid bilden, und deren Oligomere,
  • Natriumdichromat,
  • Kaliumdichromat,
  • Ammoniumdichromat,
  • Kaliumchromat und Natriumchromat.

Der REACH-Anhang XIV enthält somit 22 Stoffe.

Übergangsweise dürfen diese Stoffe noch bis zum Ende ihrer individuellen Ablauffristen ohne Zulassung verwendet werden.
Diese Ablauffristen sind der 21. April 2016 für Trichlorethylen und der 21. für alle anderenmit dieser Verordnung neu in den REACH-Anhang XIV eingetragenen Stoffe.
Wollen Unternehmen einen dieser Stoffe unterbrechungsfrei weiter verwenden, dann sollten sie bis zu dem spätesten Antragsdatum eine Zulassung beantragen, das im Anhang XIV für den Stoff angegebenen ist.

Änderung vom 13. Februar 2013 durch Verordnung 126/2013/EU

Da die Herstellung und Verwendung kurzkettiger Chlorkohlenwasserstoffe (SCCP) - bis auf wenige Ausnahmen - mittlerweile durch die POP-Verordnung 850/2004/EG verboten wurde, sind die Beschränkungen in dieser vorliegenden REACH-Verordnung überflüssig und werden deshalb gestrichen.
Darüber hinaus enthält die Änderungsverordnung einige Präszisierungen anderer Beschränkungen.

Änderung vom 19. September 2012 durch Verordnung 848/2012/EU

Diese Verordnung erläßt eine neue Beschränkung für bestimmte Phenylquecksilber-Verbindungen. Diese dürfen weder als Stoff, noch in Gemischen oder in Erzeugnissen in Konzentrationen von 0,01 Gew.-% oder mehr hergestellt, in Verkehr gebracht oder verwendet werden. Die Verordnung gilt ab dem 10. Oktober 2017.

Änderung vom 19. September 2012 durch Verordnung 847/2012/EU

Diese Verordnung weitet das Verbot, quecksilberhaltige Fieberthermometer und andere für die breite Öffentlichkeit bestimmte Meßinstrumente in Verkehr zu bringen, auf weitere quecksilberhaltige Meßinstrumente aus und auch auf solche, die für gewerbliche und industrielle Zwecke bestimmt sind. Die Verordnung gilt ab dem 10. April 2014.

Änderung vom 18. September 2012 durch Verordnung 836/2012/EU

Diese Verordnung verbietet es, Blei und seine Verbindungen in Schmuckwaren in Verkehr zu bringen oder zu verwenden. Ausnahmen gelten für Kristallglas, Teile von Uhren, die für Verbraucher nicht zugänglich sind, nicht synthetische oder rekonstituierte Edel- und Schmucksteine sowie Email. Ebenfalls ausgenommen sind Schmuckwaren, die vor dem 9. Oktober 2013 erstmals in Verkehr gebracht wurden, und Schmuckwaren, die vor dem 10. Dezember 1961 hergestellt wurden. Die Verordnung tritt am 08. Oktober 2012 in Kraft.

Änderung vom 18. September 2012 durch Verordnung 835/2012/EU

Diese Verordnung bezieht sich auf Beschränkungen von Cadmium und seinen Verbindungen in Kunststoffen. Sie ersetzt die mit der Verordnung 494/2011/EU geänderte nicht abschließende Liste von Kunststoffen im REACH-Anhang XVII durch eine abschließende Liste.
Diese Verordnung gilt ab dem 10. Dezember 2011.

Änderung vom 15. Mai 2012 durch Verordnung 412/2012/EU

Diese Verordnung fügt an den REACH-Anhang XVII eine neue Beschränkung an (Nr. 61).
Danach darf Dimethylfumarat (DMF) nicht mehr in Erzeugnissen bzw. Teilen davon in Konzentrationen von >0,1 % in Verkehr gebracht oder verwendet werden. Dieses Verbot richtet sich insbesondere an Importeure von mit DMF behandelten Waren und weiter verarbeitende Betriebe, da der Einsatz dieses Biozides innerhalb der Union bereits zuvor nicht zulässig war.

Hautkontakt mit DMF wurde als Ursache für eine Sensibilisierung (Kontaktdermatitis) mit schmerzhaften Symptomen ausgemacht. In einigen Fällen wurden zudem akute Atembeschwerden beobachtet. Eine Dermatitis ist besonders schwierig zu behandeln, und diese Sensibilisierung ist unumkehrbar.

DMF als Biozid beugt Schimmelpilzen vor, die bei feuchtem Klima gelagerte oder transportierte Ledermöbel oder -schuhe befallen können. Zumeist war DMF abgepackt in kleinen Beuteln in den Möbeln befestigt bzw. den Schuhkartons beigelegt. Durch Verdunstung und anschließende Imprägnierung des Leders schützt DMF dieses vor Schimmelpilzbefall.

Die Beschränkung tritt am 5. Juni 2012 in Kraft.

Änderung vom 14. Februar 2012 durch Verordnung 125/2012/EU

Diese Verordnung ändert den REACH-Anhang XIV.
Damit werden folgende Stoffe zulassungspflichtig:
  • Diisobutylphthalat (DIBP),
  • Diarsentrioxid,
  • Diarsenpentoxid,
  • Bleichromat,
  • Bleichsulfochromatgelb,
  • Bleichromatmolybdatsulfatrot,
  • Tris(2-chlorethyl)phosphat (TCEP) und
  • 2,4-Dinitrotoluol (2,4-DNT).

Der REACH-Anhang XIV enthält somit 14 Stoffe.

Übergangsweise dürfen diese Stoffe noch bis zum Ende ihrer individuellen Ablauffristen ohne Zulassung verwendet werden.
Diese Ablauffristen reichen vom 21. August 2014 für Moschus-Xylol bis zum 21. August 2015 (HBCDD, TCEP, 2,4-DNT).
Wollen Unternehmen einen dieser Stoffe unterbrechungsfrei weiter verwenden, dann sollten sie bis zu dem spätesten Antragsdatum eine Zulassung beantragen, das im Anhang XIV für den Stoff angegebenen ist.

Änderung vom 9. Februar 2012 durch Verordnung 125/2012/EU

Diese Verordnung ändert den REACH-Anhang XVII (Beschränkungen).
Mit den Änderungen will die EU erreichen, daß zahlreiche Stoffe nicht mehr an die breite Öffentlichkeit abgegeben werden, die als krebserregend, mutagen oder reproduktionstoxisch eingestuft sind.
Für Borverbindungen in Waschmitteln und Detergentien gelten Übergangsfristen bis zum 1. Juni 2013.

Änderung vom 20. Mai 2011 durch Verordnung 494/2011/EU

Die Verordnung ändert die Beschränkung Nr. 23 im Anhang XVII. Dadurch wird das Verbot, Cadmium und seine Verbindungen zu verwenden, ausgeweitet:
Gemische und Erzeugnisse aus Kunststoffen dürfen nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn die Konzentration an Cadmium (als Metall) 0,01 Gew.-% des Kunststoffes unterschreitet. Derselbe Grenzwert gilt für Hartlote sowie für Mode- und modernen Schmuck. In Lacken muss diese Konzentration geringer sein als 0,1 Gew.-%.
Recycling-PVC mit einem Cadmium-Gehalt unter 0,1 Gew.-% darf für bestimmte Erzeugnisse im Bauwesen verwendet werden.
Die neuen Beschränkungen gelten ab dem 10. Dezember 2011.

Änderung vom 14. April 2011 durch Verordnung 366/2011/EU

Mit der Verordnung wird eine Beschränkung für Acrylamid an den Anhang XVII angefügt. Ab dem 6. November 2012 darf Acrylamid weder als Stoff noch in Gemischen in Konzentrationen von ≥ 0,1 Gew.-% für Abdichtungsanwendungen wie beispielsweise Injektion, Verpressung, Verfugung oder Verguss in Verkehr gebracht oder verwendet werden.

Änderung vom 15. März 2011 durch Verordnung 253/2011/EU

Die Verordnung ändert den Anhang XIII. Dieser enthält Kriterien, um Stoffe als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) oder als sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) einzustufen. Im Rahmen von Sicherheitsbeurteilungen und deren Dokumentation in Stoffsicherheitsberichten ist zu prüfen, ob der betreffende Stoff PBT- oder vPvB-Eigenschaften aufweist. Stoffe mit diesen Eigenschaften können in den REACH-Anhang XIV eingetragen und damit zulassungspflichtig werden. Die Änderungsverordnung tritt am 18. März 2011 in Kraft. Registrierungen von Stoffen, die vor diesem Datum eingereicht wurden, müssen spätestens bis zum 19. März 2013 entsprechend dieser Verordnung aktualisiert werden.

Änderung vom 15. März 2011 durch Verordnung 252/2011/EU

Die Verordnung ändert den Anhang I über Sicherheitsbeurteilungen und deren Dokumentation in Stoffsicherheitsberichten. Hierdurch wird dieser Anhang an die Vorschriften der Verordnung 1272/2008 (CLP) über die "Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien" angepaßt. Diese Änderungsverordnung tritt am 5. Mai 2011 in Kraft. Stoffsicherheitsberichte, die vor diesem Datum eingereicht wurden, müssen spätestens bis zum 30. November 2012 entsprechend dieser Verordnung aktualisiert werden.

Änderung vom 2. März 2011 durch Verordnung 207/2011/EU

Die Beschränkungen hinsichtlich Diphenylether-Pentabromderivat und Perfluoroctansulfonat (Anhang XVII, Ziffer 44 und 53) werden gestrichen. Die Einträge in Anhang XVII sind überflüssig, da diese Stoffe in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 850/2004 aufgenommen wurden.

Änderung vom 17. bzw. 24. Februar 2011 durch Verordnung 143/2011/EU

Die Änderung betrifft den Anhang XIV (zulassungspflichtige Stoffe).
Damit werden folgende Stoffe zulassungspflichtig:
  • 5-tert-Butyl-2,4,6-trinitro-m-xylol (Moschus-Xylol),
  • 4,4’-Diaminodiphenylmethan (MDA),
  • Hexabromcyclododecan (HBCDD),
  • Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP),
  • Benzylbutylphtalat (BBP) und
  • Dibutylphthalat (DBP).

Übergangsweise dürfen diese Stoffe noch bis zum Ende ihrer individuellen Ablauffristen ohne Zulassung verwendet werden.
Diese Ablauffristen reichen vom 21. August 2014 für Moschus-Xylol bis zum 21. August 2015 (HBCDD).
Wollen Unternehmen einen dieser Stoffe unterbrechungsfrei weiter verwenden, dann sollten sie bis spätestens 18 Monate vor dem zugeordneten Ablaufdatum eine Zulassung beantragen.

Ausgenommen von der Zulassungspflicht ist die Verwendung der Phthalate DEHP, BBP und DBP in der Primärverpackung von Arzneimitteln.
Diese Verwendung ist im Arzneimittelrecht reguliert.

Änderung vom 20. Mai 2010 durch Verordnung 453/2010/EU

Die Änderung setzt die Vorgaben der Verordnung Nr. 1272/2008 (CLP) über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackungen von Stoffen bzw. Gemischen um.
Sie ändert auch den Anhang II der REACH-Verordnung, der den "Leitfaden zur Erstellung des Sicherheitsdatenblatts" enthält.
Stoffe müssen ab dem 1. Dezember 2010 und Gemische ab dem 1. Juni 2015 gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 eingestuft, gekennzeichnet und verpackt werden. Für Stoffe ist zwischen dem 1. Dezember 2010 und dem 1. Juni 2015 eine Einstufung sowohl gemäß der Richtlinie 67/548/EWG als auch gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 anzugeben.
Die Verordnung räumt Übergangsfristen ein für den Abverkauf verpackter Stoffe und Gemische bzw. für die Aktualisierung von Sicherheitsdatenblättern.

Änderung vom 31. März 2010 276/201/EU

Die Änderung betrifft den Anhang XVII, der sich mit Beschränkungen der Herstellung, des Inverkehrbringens und der Verwendung gefährlicher Stoffe, Gemische und Erzeugnisse befasst. Folgende neue Beschränkung wurde eingefügt:
  • Dichlormethan (Eintrag Nr. 59)
Die folgenden Beschränkungen wurden geändert:
  • Lampenöle und flüssige Grillanzünder (Eintrag Nr. 3)
  • zinnorganische Verbindungen (Eintrag Nr. 20)

Änderung vom 22. Juni 2009 durch Verordnung 552/2009/EG

Die Änderung betrifft den Anhang XVII (Beschränkungen).
Der Anhang I der Richtlinie 76/769/EWG wurde übernommen und überarbeitet.
Der Anhang XVII wird vollständig durch eine neue Version ersetzt.

Änderung vom 16. Februar 2009 durch Verordnung 134/2009/EG

Die Änderung betrifft den Anhang XI (Abweichungen von den Standardprüfprogrammen).
Kriterien für den Verzicht auf Prüfungen werden festgelegt.

Änderung vom 16. Dezember 2008 durch Verordnung 1272/2008/EG (CLP)

Begriffe werden an diejenigen der CLP-Verordnung angepaßt.
Bezüge auf das neue Einstufungs- und Kennzeichnungssystem nach CLP werden eingefügt.
Außerdem werden zahlreiche weitere Änderungen vorgenommen.

Änderung vom 8. Oktober 2008 durch Verordnung 987/2008/EG

Die Änderung betrifft die Anhänge IV und V (Stoffe, die von bestimmten Titeln der REACH-Verordnung ausgenommen sind).
U.a. werden Vitamin A, Graphit und Kohlenstoff aus dem Anhang IV gestrichen.

Berichtigung vom 31. Mai 2008 und danach vom 5. Februar 2009

Die Berichtigungen betreffen die Definition eines "Phase-In-Stoffes".

Berichtigung vom 29. Mai 2007

Die Verordnung wird durch eine berichtigte Fassung ersetzt.

Weiterführende Informationen

Links

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