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Ökodesign-Verordnung - Verordnung (EG) Nr. 642/2009 (Fernsehgeräte)

Vollzitat: Verordnung (EG) Nr. 642/2009 der Kommission vom 22. Juli 2009 zur Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Fernsehgeräten

Hinweis: EUR-Lex bietet für europäische Vorschriften nicht immer die aktuell geltende Fassung, sondern häufig nur den Originaltext. Änderungen und eine eventuell vorhandene konsolidierte Fassung finden Sie ggf. unter „Aktuelle Änderungen“.

Was wird geregelt?

Die Verordnung regelt die Anforderungen an die Effizienz von Fernsehgeräten.

Leistungsaufnahme im Ein-Zustand:

  • Gemäß den neuen Anforderungen dürfen ab 20. August 2010 alle Fernsehgeräte - je nach Bildschirmgröße - im Betrieb eine bestimmte Leistungsaufnahme nicht überschreiten. (s. Anhang 1 Nr. 1 der Verordnung).
  • Ab 1. April 2012 verschärfen sich diese Anforderungen.
Leistungsaufnahme im Bereitschafts- /Aus-Zustand:
  • Ab dem 7. Januar 2010 dürfen Fernsehgeräte im Bereitschaftszustand (Standby) nicht mehr als 1 Watt verbrauchen, bei zusätzlicher Informationsanzeige höchstens 2 Watt und im Aus-Zustand 1 Watt, denn manche Geräte verbrauchen auch Energie, obwohl sie ausgeschaltet sind.
  • Ab 20. August 2011 gilt dann eine Begrenzung im Bereitschaftszustand von 0,5 Watt, bei zusätzlicher Informationsanzeige von 1 Watt sowie im Aus-Zustand von 0,3 Watt.

Für wen gilt die Regelung?

Die Verordnung gilt für Hersteller und Importeure von Fernsehgeräten, deren Produkte innerhalb der EU verkauft („in Verkehr gebracht“) oder in Betrieb genommen werden sollen.

Wer ist zuständig?

Zuständige Behörden der Marktüberwachung sind in Bayern die Gewerbeaufsichtsämter.

Aktuelle Änderungen

Änderung vom 22. 08. 2013

Durch die Ökodesign-Verordnung (EU) Nr. 801/2013 - Stand-by ergeben sich Änderungen in der Verordnung (EG) Nr. 642/2009 im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Fernsehgeräten.

Für vernetzte Fernsehgeräte gelten ab 1. Januar 2015 folgende Anforderungen; die Änderungen werden in 3 Stufen eingeführt:
  • Der erste Stichtag ist der 01. Januar 2015. Änderungen betreffen vernetzte Fernsehgeräte und sind u. a. Möglichkeiten zur Deaktivierung drahtloser Netzwerkverbindungen, Grenzwerte bezüglich der Leistungsaufnahme im Bereitschaftsbetrieb und die Verbrauchsminimierungsfunktion.
  • Die zweite Stufe tritt am 01. Januar 2017 in Kraft. Änderungen sind u. a. verschärfte Grenzwerte bezüglich der Leistungsaufnahme im Bereitschaftsbetrieb. So verschärft sich bei HiNA-Geräten (Geräte mit hoher Netzwerk-Verfügbarkeit) der Grenzwert der Leistungsaufnahme im Bereitschaftsbetrieb von 12 Watt auf 8 Watt und für Geräte ohne HiNA- Funktionen von 6 Watt auf max. 3 Watt.
  • Die dritte Stufe tritt am 01. Januar 2019 in Kraft. Änderungen betreffen u. a. wiederum verschärfte Grenzwerte bezüglich Leistungsaufnahme im Bereitschaftsbetrieb. So z. B. bei HiNA-Geräten (Geräte mit hoher Netzwerk-Verfügbarkeit ) verschärft sich der Grenzwert der Leistungsaufnahme im Bereitschaftsbetrieb für Geräte ohne HiNA –Funktionen auf 2 Watt.

Hinweise

Ökodesign-Verordnungen sind Durchführungsmaßnahmen auf Grundlage der sogenannten Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) der Europäischen Union. Die Richtlinie wird seit dem 25. November 2011 durch das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) in deutsches Recht umgesetzt.
Ziel ist es, die Energieeffizienz und die Umweltverträglichkeit von bestimmten Produkten zu verbessern. Dafür werden verbindliche Mindestanforderungen für das Inverkehrbringen der Produkte in der EU festgelegt, deren Einhaltung die Hersteller mit dem CE-Kennzeichen nachweisen müssen.