Bayerisches Landesamt für
Umwelt

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Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017

Letzte Aktualisierung: 12.01.2017

Antragsberechtigte

Von den Bestimmungen des EEG profitieren alle Anbieter alternativ erzeugten Stroms bzw. Betreiber von Stromerzeugungsanlagen.

Verwendungszweck

Das EEG regelt:

  • den vorrangigen Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas im Bundesgebiet einschließlich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (Geltungsbereich des Gesetzes) an die Netze für die allgemeine Versorgung mit Elektrizität,
  • die vorrangige Abnahme, Übertragung und Vergütung dieses Stroms durch die Netzbetreiber und
  • den bundesweiten Ausgleich des abgenommenen und vergüteten Stroms.

Antragstellung

  • Für die Einbindung der Anlage in das Stromnetz sowie die Zahlung der Vergütung ist der Netzbetreiber zuständig. In der Regel ist dies das regional zuständige Energieversorgungsunternehmen.
  • Die Anlage muss dem Netzbetreiber gemeldet werden. Ein Vertragsabschluss ist nicht zwingend erforderlich.
  • Bei Photovoltaikanlagen müssen Standort und Leistung an die Bundesnetzagentur gemeldet werden, ansonsten entfällt die Verpflichtung des Netzbetreibers, den Strom zu vergüten. Zur Meldung steht nur noch das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur zur Verfügung.

Art und Höhe der Förderung

  • Für jede Anlage im Sinne des EEG werden festgelegte Vergütungssätze für 20 Jahre, zusätzlich zum Jahr der Inbetriebnahme, gewährt.
  • Die Höhe der Vergütung für den Strom hängt von der Energiequelle und der Größe der Anlage sowie vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab.
  • Die Inbetriebnahme setzt voraus, dass die Anlage an ihrem bestimmungsgemäßen Ort und mit allem Zubehör installiert ist und Wechselstrom erzeugt hat. Die Netzanbindung ist noch nicht notwendig.
  • Die Vergütungssätze sinken jährlich für neu in Betrieb genommene Anlagen. Das heißt je später eine Anlage in Betrieb genommen wird, desto geringer ist die Vergütung (jährliche Degression).
  • Um die Marktintegration erneuerbarer Energien zu fördern, gilt für alle neu installierten Anlagen über 500 kW eine verpflichtende Direktvermarktung. Ab 01.01.2016 gilt die verpflichtende Direktvermarktung für Anlagen über 100 kW.
  • Zum 01. Januar 2017 tritt das novellierte EEG 2017 in Kraft. Künftig wird für die drei Technologien Wind, Photovoltaik und Biomasse unter bestimmten Voraussetzungen ein Ausschreibungsverfahren festgelegt.
Die aktuellen Vergütungssätze sind der jeweils gültigen Richtlinie zu entnehmen.
Dabei wird unterschieden zwischen der Leistung der einzelnen Anlagen und der Art der Anlagen wie Photovoltaik (Dachflächenanlagen auf Wohngebäuden, Dachflächenanlagen auf Nichtwohngebäuden, Freiflächenanlagen), Wasserkraft, Deponie-, Gruben- und Klärgas, Biomasse, Geothermie, Windkraft (Onshore und Offshore), Marktprämie für eine verpflichtende Direktvermarktung.

Hinweise

  • Diese Förderung gewährt Zuschüsse für die Stromeinspeisung nach dem EEG im Rahmen des laufenden Betriebes, nicht jedoch die Errichtung und Modernisierung von Anlagen. Dies erfolgt durch das Programm zur Förderung erneuerbarer Energien.
  • Für neue Anlagen gilt der technische Inbetriebnahmebegriff. Zur Inbetriebnahme reicht es nicht aus, dass ein Modul Strom erzeugt hat. Es muss vielmehr an seinem bestimmungsgemäßen Ort fest installiert und mit dem notwendigen Zubehör (Kabel, Wechselrichter etc.) ausgestattet sein und Strom produziert haben.
  • Die Clearingstelle EEG klärt Streitigkeiten und Anwendungsfragen im Bereich des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
  • Neue Wind-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen werden nur noch dann nach dem EEG gefördert, wenn die Betreiber unter bestimmten Voraussetzungen erfolgreich an einer Ausschreibung teilgenommen haben.

Mehrfachförderung

Bei der Nutzung mehrerer Förderprogramme sowie dem EEG muss geprüft werden, ob die Vorgaben der EU-Beihilfeleitlinien erfüllt sind.

Befristung

Derzeit keine Befristung vorgesehen.

Weitere Informationen im Internet

Keine Kontaktadressen vorhanden.