Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Betrieblicher Umweltschutz in Bayern - Gewusst wie!
 

Innovationsgutscheine für kleine Unternehmen / Handwerksbetriebe
Programm des StMWi

Letzte Aktualisierung: 03.02.2016

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind kleine Unternehmen / Handwerksbetriebe der gewerblichen Wirtschaft oder der Freien Berufe, die eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern haben, sowie Existenzgründerinnen und -gründer, die Unternehmen mit einer Betriebstätte oder Niederlassung in Bayern gründen werden.

Bei Unternehmensgründungen muss diese spätestens zum Zeitpunkt der Abrechnung der Zuwendung formal erfolgt sein und eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern vorhanden sein.

Verwendungszweck

Innovationsgutscheine werden in drei Varianten ausgereicht:

  • Innovationsgutscheine 1 sollen die Planung, Entwicklung und Umsetzung neuer Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen bzw. eine wesentliche Verbesserung bestehender Produkte, Produktionsverfahren
    und Dienstleistungen im Bereich technischer bzw. technologischer Innovationen unterstützt werden. Die zuwendungsfähigen Kosten müssen dabei mindestens 4 000 € betragen.
  • Mit dem Innovationsgutschein 2 sollen darüber hinaus
    finanzintensivere und damit für das betreffende Unternehmen wirtschaftlich riskantere innovative Projekte mit einem Auftragsvolumen von mindestens 25.000
    € ermöglicht werden.
  • Der Innovationsgutschein 3 eröffnet die Möglichkeit, nach Nutzung von Innovationsgutschein 1 und 2 erfolgreiche Projekte mit einem höheren Finanzbedarf fortzuführen, die eine hochspezialisierte Begleitung benötigen. Er soll insbesondere auch an andere Förderprogramme wie z. B. das Bayerische Technologieförderungsprogramm oder das Zentrale Innovationsprogramm
    Mittelstand (ZIM) heranführen und kommt für riskante und innovative Projekte mit zuwendungsfähigen Kosten von mindestens 50 000 € in Betracht.

Antragstellung

Anträge auf Gewährung der Innovationsgutscheine sind an den Projektträger (PT) zu richten. Dieser führt die formale und inhaltliche Prüfung der Anträge und
die gesamte Abwicklung der Fördermaßnahme durch.

Projektträger ist: Innovations- und Technologiezentrum Bayern (ITZB), Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt im Weg der Anteilfinanzierung als Zuschuss im Rahmen einer Projektförderung. Es handelt sich um eine Förderung nach Art. 28 AGVO
(„Innovationsbeihilfen für KMU“).

Der Fördersatz beträgt grundsätzlich 40 %. Bei Vorliegen der nachstehenden Bedingungen erhöht sich der Fördersatz jeweils um zehn Prozentpunkte:

  • (Haupt-)Sitz des Unternehmens in einer „Region mit besonderem Handlungsbedarf“ (gemäß der jeweils aktuellen Gebietskulisse;
  • Beauftragung einer Hochschule bzw. vergleichbaren außeruniversitären Forschungseinrichtung (gilt nicht für Innovationsgutschein 3).
Die Höhe der Zuwendung ist wie folgt begrenzt:
  • Innovationsgutschein 1: Pro Innovationsgutschein beträgt die Obergrenze der zuwendungsfähigen Kosten maximal 15.000 €.
  • Innovationsgutschein 2: Pro Innovationsgutschein beträgt die Obergrenze der zuwendungsfähigen Kosten maximal 30.000 €.
  • Innovationsgutschein 3: Pro Innovationsgutschein beträgt die Obergrenze der zuwendungsfähigen Kosten maximal 80.000 €.
Die Regelung in Nr. 7 Abs. 2 und 3 der Richtlinie bleibt unberührt.

Hinweise

  • Die Förderung erfolgt im Weg der Anteilfinanzierung als Zuschuss im Rahmen einer Projektförderung. Es handelt sich um eine Förderung nach Art. 28 AGVO
    („Innovationsbeihilfen für KMU“).
  • Es können sowohl nationale als auch internationale Anbieter in Anspruch genommen werden. Institute und Unternehmen mit eindeutigem Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich der Unternehmensberatung (über
    50 % des Geschäftsumsatzes) werden nicht anerkannt. Von der Förderung ausgeschlossen sind FuT-Dienstleistungen durch Betriebsangehörige oder durch ein unmittelbar oder mittelbar verbundenes Unternehmen sowie FuT-Dienstleistungen, die durch Familienmitglieder durchgeführt werden.
  • Nicht förderfähig sind insbesondere:
    • klassische Unternehmensberatungen (z. B. Strategieberatung, Organisationsberatung, betriebswirtschaftliche Beratung) und Unternehmercoachings,
    • Outsourcing von FuT-Tätigkeiten, die in der Regel betriebsintern verrichtet werden,
    • Entsendung von Forschungspersonal ins Unternehmen,
    • Kauf von Maschinen, Geräten, Hard- und Software,
    • studentische und wissenschaftliche Arbeiten, die Gegenstand der Prüfungsleistungen sind, sowie studentische Projekte im Rahmen einer Aus- oder Weiterbildungseinheit (Seminar, Kurs, etc.),
    • betriebsinterner Aufwand, z. B. interne Personal-, Sach- und Reisekosten,
    • Gebühren und Beratungshonorare im Rahmen der Sicherung von Schutzrechten,
    • Aufwendungen für laufenden Vertrieb und Werbung,
    • sehr marktnahe Tätigkeiten wie beispielweise Design einer Website,
    • Einführung von Qualitätsmanagementsystemen.

Mehrfachförderung

  • Neben dieser Förderung darf für die Finanzierung der im Antrag angeführten FuTDienstleistung keine weitere öffentliche Förderung in Anspruch genommen
    werden.
  • Im Rahmen eines Innovationsvorhabens können mehrere Innovationsgutscheine gewährt werden, soweit diese sich auf Entwicklungsdienstleistungen beziehen, die in ihrer Art klar gegeneinander abgegrenzt und abgeschlossen sind (z. B. Prototypenbau und Produkttest).
  • Unternehmen, die sich zu einem größeren FuT-Vorhaben zusammenschließen, können ihre Innovationsgutscheine kumulieren. Unter Beachtung von Abs. 2
    sowie von Nr. 4 Abs. 4 und 5 können maximal vier Innovationsgutscheine
    kumuliert werden. Dabei müssen alle beteiligten Unternehmen in den Innovationsprozess direkt eingebunden sein und die Verwertung der Produktinnovation anstreben. Reine Vermarktungs- oder Vertriebspartner bzw. Subunternehmerschaften sind nicht förderfähig.
  • Pro Antragsteller können während der Geltungsdauer dieser Richtlinie maximal drei Innovationsgutscheine und davon maximal zwei als Innovationsgutschein 2
    und maximal ein Innovationsgutschein 3 bewilligt werden.

Befristung

Die Richtlinie tritt mit Wirkung vom 01. Januar 2016 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2018 außer Kraft.

Weitere Informationen im Internet

Kontaktadressen

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi)

Prinzregentenstraße 28
80538 München

Telefon+49 (0) 89-2162-0

Fax+49 (0) 89-2162-2760
E-Mailinfo@stmwivt.bayern.de
Internethttp://www.stmwi.bayern.de/

Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH
Abteilung ITZB

Gewerbemuseumsplatz 2
90403 Nürnberg

Telefon+49 911-20671-611

Fax+49 911-20671-650
E-Mailitzb@bayern-innovativ.de
Internethttp://www.itzb.de