Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Betrieblicher Umweltschutz in Bayern - Gewusst wie!
 

Bayerisches Umweltberatungs- und Auditprogramm (BUBAP)
Die Antragsfrist ist abgelaufen!

Letzte Aktualisierung: 03.11.2015

Antragsberechtigte

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft mit Standort in Bayern, die einen Vorjahresumsatz von 50 Mio. € nicht überschreiten und weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Eine Förderung ist ausgeschlossen

  • für juristische Personen des öffentlichen Rechts oder gewerbliche Unternehmen, an denen juristische Personen des öffentlichen Rechts direkt oder indirekt beteiligt sind, mit Ausnahme von Einrichtungen gemeinnütziger Träger, deren Charakter einem Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft vergleichbar ist (z. B. Werkstätten für behinderte Menschen). Für diese Einrichtungen gilt Art. 3 Abs. 4 des Anhangs I der AGVO unverändert;
  • für Unternehmen, deren Kapital oder Stimmanteile sich zu mehr als 25 % im Besitz eines oder mehrerer anderer Unternehmen befinden, die selbst nicht antragsberechtigt wären;
  • für Unternehmen, die einer Rückforderungsanordmmg aufgrund eines früheren Beschlusses der Europäischen Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen
    sind;
  • für Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Art. 1 Abs. 4 Buchst. c in Verbindung mit Art. 2 Nr. 18 AGVO;
  • für Angehörige der freien Berufe (z. B. Kanzleien)

Verwendungszweck

Durch die Förderung sollen KMU zu einer betrieblichen Umweltpolitik ermutigt werden, die nicht nur die Einhaltung der einschlägigen Umweltschutzvorschriften, sondern auch freiwillige, kontinuierliche Verbesserungen der betrieblichen Umweltleistung umfasst.

  1. Umweltberatungen im Rahmen betrieblicher Umweltprüfung durch einen externen Umweltberater (Umweltberatungen), einschließlich
    • Bestandsaufnahme der betriebsbedingten Umweltauswirkungen, der Umweltorganisation sowie der umweltrechtlichen Anforderungen an den Betrieb,
    • Schwachstellenanalyse und Vorschläge zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes, insbesondere für solche Maßnahmen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und Firmen dabei helfen, integrierten Umweltschutz zu verwirklichen,
    • Ausgabenschätzung für die vorgeschlagenen Maßnahmen sowie Aufzeigen von Finanzierungsmöglichkeiten, ggf. auch unter Berücksichtigung der öffentlichen Förderprogramme.
  2. Inanspruchnahme von Beratungsdiensten zum Aufbau eines Umweltmanagementsystems nach EMAS oder ISO 14001 bzw. zur Einführung sonstiger Umweltmanagementsysteme (z.B. QuB, ÖKOPROFIT).

Antragstellung

Der Antrag (einschließlich eines Arbeitsprogrammes und eines Ausgaben- und Finanzierungsplanes) ist vor Beginn der Maßnahme schriftlich beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), das auch Bewilligungsstelle ist, einzureichen.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung.

  • Umweltberatungen: Zuschuss zum Tageshonorar von Umweltberatern. Pro Beratungstag (8 Stunden) wird ein Betrag in Höhe von 600 € als förderfähig anerkannt. Insgesamt sind bis zu 3 Tage förderfähig. Bei niedrigerem Tageshonorar beträgt die Förderung pro Beratertag 50% des förderfähigen Tageshonorars und darf insgesamt 900 € nicht überschreiten.
  • Umweltmanagementsysteme: Die förderfähigen Ausgaben setzen sich aus dem Honorar für externe Berater (bis zu 600 € pro Tag) und den Ausgaben der Validierung durch einen Umweltgutachter bzw. Ausgaben der Zertifizierung durch einen akkreditierten Zertifizierer bzw. Ausgaben für das Prüfgutachten eines externen Prüfers zusammen. Es werden förderfähige Ausgaben bis zu 5.500 € anerkannt. Bezuschusst werden 50% der förderfähigen Gesamtausgaben. Dadurch ergeben sich Zuschüsse von bis zu 2.750 € bei Umweltmanagementsystemen nach EMAS oder ISO 14001 oder bis zu 1.650 € bei sonstigen Umweltmanagementsystemen (50% von 3.300 € förderfähiger Ausgaben).
  • Reisekosten werden nicht bezuschusst.

Hinweise

  • Die Anträge müssen neben dem Namen und der Größe des Unternehmens mindestens ein Arbeitsprogramm für die Durchführung der angestrebten Maßnahmen sowie einen Ausgaben- und Finanzierungsplan enthalten.
  • Mit der Maßnahme darf erst nach Erlass des Bewilligungsbescheids begonnen werden.
  • Der Zuwendungsbescheid wird gegenstandslos, wenn mit der Maßnahme im Rahmen der Umweltberatung beziehungsweise des Umweltmanagementsystems nicht innerhalb von sechs Monaten – vom Datum des Bewilligungsbescheids an gerechnet – begonnen worden ist.
  • Die Inanspruchnahme von Beratungsdiensten zum Aufbau eines Umweltmanagementsystems kann auch gegenüber mehreren Unternehmen erbracht werden (Gruppenförderung).
  • Die Förderung erfolgt auf Grundlage des Art. 18 Allgememe Gruppenfreistellungsverordnuiig (AGVO) (KMU-Beihilfen für die Inanspruchnahme von Beratungsdiensten).
  • Umweltberatungen werden nach diesen Richtlinien nur einmal in der laufenden Förderperiode gefördert. Re-Validierungen (EMAS) beziehungsweise Re-Zertifizierungen (ISO 14001) sowie Wiederholungsprüfungen für sonstige Umweltmanagementsysteme sind nicht förderfähig.

Mehrfachförderung

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn für den gleichen Zuwendungszweck andere öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden.

Befristung

Das Programm war mit den Richtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 10. Mai 2006 Az.: 1A3d-U8033.3-2006/1-1, geändert durch Bekanntmachungen vom 10. Juni 2011 Az.: 15g-U8033.3-2009/2-32, vom 30.06.2014 Az.: 15g-U8033.3-2013/8-11, vom 18.12.2014 Az.: 15h-U8033. 3-2013/8-35 und vom 08. Oktober 2015 Az. 15h-U8033.3-2014/4-9 zur Förderung von Umweltberatungen und Umweltmanagementsystemen bei kleinen und mittleren Unternehmen

bis 31. Mai 2016 befristet.


Die Antragsfrist ist somit abgelaufen.

Das bisherige Förderprogramm wird derzeit fortentwickelt mit dem Ziel, die Attraktivität des Förderprogramms für Unternehmen weiter zu steigern.

Weitere Informationen im Internet

Weitere Informationen finden Sie auf den Internet-Seiten des LfU (Wirtschaft - IZU - Förderfibel):

Kontaktadressen

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)
- Referat 15 -

Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg

Telefon0821/9071-5681

Fax0821/9071-5760
E-Mailpoststelle@lfu.bayern.de
Internethttp://www.lfu.bayern.de/index.htm